Historisches

Am 15. Dezember 1884 trat in Berlin eine Versammlung deutscher Ölmüller zusammen und unterbreitete […] dem Reichstage eine Petition der deutschen Ölmühlen-Industriellen, die sich gegen die von landwirtschaftlicher Seite beantragten Zollerhöhrungen auf ausländische Ölfrüchte, speziell Raps und Rübsen, richtete.

Eine im November 1898 an den Bundesrat gerichtete Eingabe „Bitte der Deutschen Ölindustriellen um Erhöhung des Eingangszolles auf Baumwollsaatöl“ trägt die Unterschrift von 122 Ölmühlen.

In einer am 23.03.1900 in der kaufmännischen Ressource von 1894 [an] in Berlin abgehaltenen Ölmüllerversammlung machte Herr Zander den einstimmig angenommenen Vorschlag, einen Verband deutscher Ölmüller zu gründen, der die Interessen der Mitglieder nach innen und außen zu wahren habe.

In Ausführung dieses Vorschlages erging an die deutschen Ölmühlen ein von 19 Firmen unterzeichnetes Einladungsschreiben zu der Versammlung am Donnerstag, dem 19. April 1900.

Am 19. April 1900 versammelten sich im Generalversammlungssaal der Berliner Börse […] die Inhaber und Vertreter von 60 deutschen Ölmühlen und gründeten den „Verband der Deutschen Oelmühlen“ zur Wahrung ihrer gemeinschaftlichen Interessen.

Quelle: Die deutsche Oelmühlen-Industrie – Festschrift zum 25-jährigen Bestehen des Verbandes der Deutschen Oelmühlen zur Wahrung ihrer gemeinsamen Interessen e.V., Berlin 1925.