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Pflanzenöle sind Alleskönner
Öle und Fette aus Ölsaaten wie Raps, Soja, Sonnenblumen und Leinsaat finden auf ganz unterschiedlichen Wegen in unseren Haushalt. Als Speiseöle sind pflanzliche Öle und -fette bekannt. Sie sind wichtiger Bestandteil einer ausgewognen und gesunden Ernährung. Rapsöl zählt dabei ernährungsphysiologisch zu den gesündesten Ölen. Es hat einen sehr hohen Anteil an ungesättigten Fettsäuren und ein optimales Verhältnis von einfach und mehrfach ungesättigten Fettsäuren. Das gilt bei Ernährungsexperten als besonders gesund.
Aber Pflanzenöle und -fette könne mehr. Jedes dritte Produkt unseres alltäglichen Lebens enthält pflanzliche Öle und Fette aus der ölsaatenverarbeitenden Industrie. Sie finden sich wieder in Cremes, Lippenstiften und Seifen, in Farben, Lacken und Bodenbelägen, und sie sind wichtiger Träger in Medikamenten. Dabei können Pflanzenöle und Pflanzenfette in vielen Bereichen auch Produkte aus Mineralöl ersetzen. Als nachwachsender Rohstoff werden Ölsaaten somit eine immer wichtigere und vor allem auch umwelt- und klimaschonende Alternative zum begrenzt verfügbaren Erdöl.
Was Pflanzenöle und -fette alles können, zeigt der Film.
Die Herstellung von Pflanzenölen
Pflanzliche Öle und Fette werden bei uns in modernen Industrieanlagen gewonnen, die während des Verarbeitungsprozesses die hohe Qualität und Nachhaltigkeit der gewonnenen Öle sicher stellen. Dabei bildet die ölsaatenverarbeitenden Industrie ein zentrales Bindeglied zwischen Landwirtschaft und Verbrauchern.
In Deutschland ist Raps die bedeutendste Ölsaat: rund 4 Mio. Tonne Rapsöl werden jährlich produziert. Weitere wichtige Rohstoffe sind Sojabohnen und Sonnenblumen. Darüber hinaus werden importierte Rohöle durch Raffination veredelt.
Der Film stellt den Verarbneitungsprozess von der Ölsaat zum veredelten Pflanzenöl dar.
Handel und Weltmärkte
Ölsaaten und Ölfrüchte sind eine der vielfältigsten und wichtigsten agrarischen Rohstoffe. Sie sind eines der weltweiten Grundnahrungsmittel und darüber hinaus ein wichtiger Rohstoff im chemischen Bereich, wo sie in immer mehr Produkten Mineralöle ersetzen. Als nachwachsende Rohstoffe sind Pflanzenöle auch im Energiebereich eine klima- und umweltschonende Alternative zur endlichen und risikoreichen Erdölförderung: als nachhaltig produzierter Biodiesel oder in Blockkraftheizwerken (BHKW) zur Wärme- und Stromerzeugung.
Deutschland und die EU können ihren Verbrauch an Pflanzenöle aufgrund des Klimas jedoch nocht aus eigenem Anbau decken, sondern importieren Ölsaaten und Rohöle aus Nord- und Südamerika sowie Asien. Deshalb sieht sich die Branche auch in der Verantwortung für einen Ressourcen schonenden Anbau und den Klimaschutz. Sie engagiert sich seit Jahren für mehr Nachhaltigkeit, z. B. bei der Entwicklung von Zertifizierungssysthemen.
Der Film erklärt den weltweiten Commodity-Handel und geht auf den Aspekt Nachhaltigkeit ein.
Teller, Trog und Tank
Der vermeintliche Gegensatz „Tank versus Teller“ in der Diskussion um die Verwendung von Pflanzenöl für Bioenergie ist irreführend. Zum einen gehen lediglich 3 Prozent der weltweit produzierten Ölsaaten und Getreide in die Erzeugung von Biokraftstoffen. Zum anderen wird ein nicht unerheblicher Teil der Raps- oder Maisernten zur Herstellung von Futtermitteln verwendet. Da die Menschen in Entwicklungs- und Schwellenländern mehr Fleisch essen als früher, steigt auch der Bedarf an Futtermitteln. Tatsächlich geht es also nicht um zwei, sondern um drei alternative Verwendungswege („Teller“, „Trog“ und „Tank“), die miteinander in Einklang gebracht werden müssen – und auch können! Dazu werden die Unternehmen der Ölsaaten verarbeitenden Industrie in Deutschland ihren Beitrag leisten. Dabei gilt eindeutig „Food First“, sollte es zu unerwarteten Engpassen in der Nahrungsmittelversorgung kommen, beispielsweise durch Missernten.
