Hintergrund

Forschungsergebnisse ermöglichen deutliche Reduzierung von 2-MCPD-, 3-MCPD- und Glycidyl-Fettsäureestern in Lebensmitteln.

Berlin, 17. November 2015. Es ist bereits seit einigen Jahren bekannt, dass freies 3-MCPD in fett- und salzhaltigen Lebensmitteln vorkommen kann, die mit hohen Temperaturen verarbeitet werden. Seit seiner Entdeckung 2007 wurde auch eine Vorstufe von 3-MCPD in einigen raffinierten Speiseölen und weiterverarbeiteten Lebensmitteln festgestellt: 3-MCPD-Fettsäureestern (kurz: 3-MCPD-FE). Welche Risiken von diesen Stoffen ausgehen sowie einen Überblick über den Forschungsstand und die Kooperationen zur Reduzierung können Sie in dieser aktualisierten Presseinformation nachlesen.

Download des OVID-Hintergrundpapiers als PDF-Dokument

Download der BLL-Toolbox zur Minimierung
Unterlagen des DGF-Symposiums vom 20./ 21. April 2015 in Berlin

Leitfaden zur Interpretation der Lebensmittel-Informationsverordnung (LMIV) in Bezug auf pflanzliche Öle und Fette

Zum 13. Dezember 2014 erlangt die Lebensmittelinformationsverordnung (LMIV) 1169/2011 europaweite Geltung. Das EU-Parlament stimmte nach einer Vielzahl von
Änderungen am 06.07.2011 dem ausgehandelten Kompromiss in zweiter Lesung zu.


Um das umfangreiche Regelwerk zu verstehen und richtig anzuwenden, wurde bereits eine allgemein gehaltene und nicht alle spezifischen Fragestellungen behandelnde Leitlinie vorgelegt, mit dem Titel „Fragen und Antworten zur Anwendung der Verordnung (EU) Nr. 1169/2011 betreffend die Information der Verbraucher über Lebensmittel“.

Im Hinblick auf die Kennzeichnung von Pflanzenölen und –fetten haben die Hersteller, die Bereitsteller und Anwender dieser Pflanzenöle und –fette in den vergangenen Monaten praxisnahe Lösungsansätze erarbeitet und in Form dieses Interpretationsleitfadens zusammengefasst. Die Arbeiten zielen darauf ab, eine bundesweit einheitliche Umsetzung der LMIV im Hinblick auf Pflanzenöle zu erreichen.

Leitfaden auf Deutsch
Leitfaden auf Englisch

Merkblatt über die Angabe regionaler CO2-Werte beim Handel von Rapssaaten zur Biodieselherstellung

Im Hinblick auf bevorstehende Verschärfungen der Klimaschutzanforderungen an Biokraftstoffe muss die CO2-Bilanz von Biodiesel verbessert werden. Dafür ist eine Weitergabe des CO2-Wertes für Rapssaaten vom Landwirt über den Landhandel, die Ölmühle zum Biodieselhersteller zwingend notwendig. Um dabei den bürokratischen Aufwand für die Landwirtschaft und den Landhandel möglichst gering zu halten, gibt dieses Merkblatt eine Übersicht über die notwendigen Angaben und stellt die hierfür erforderlichen Tabellen und Karten zur Verfügung.

Mit der Umsetzung dieser Empfehlungen liefern der Landwirt, der Erfassungshandel, die Ölmühle und der Biodieselhersteller einen wichtigen Beitrag für den Nachweis der Klimaschutzwirkung des aus den Rapssaaten erzeugten Biodiesels.


Merkblatt zum Download als pdf auf Deutsch

Merkblatt zum Download als pdf auf Englisch

Merkblatt zum Download als pdf auf Französisch

Merkblatt zum Download als pdf auf Polnisch
Merkblatt zum Download als pdf auf Tschechisch

Hinweis: Die Tabellen der 1. Auflage dieses Merkblattes (Stand: 28. Februar 2014) sind nicht mehr aktuell und sollten daher nicht mehr verwendet werden!

Weltweiter Anbau von biotechnologischen/GVO-Nutzpflanzen seit 1996 verhundertfacht

Pressemitteilung des Internationalen Dienstes zur Einführung biotechnologischer Anwendungen in der Landwirtschaft (ISAA)

Februar 2013. Der Internationale Dienst zur Einführung biotechnologischer Anwendungen in der Landwirtschaft, kurz ISAA, gibt bekannt, dass zum ersten Mal seit der Einführung von biotechnologischen/GVO-Nutzpflanzen vor beinahe zwei Jahrzehnten die Entwicklungsländer mehr Hektar an biotechnologischen Nutzpflanzen angebauten haben als die Industriestaaten.

  • Pressemitteilung des ISAA Download
  • Karte "Global Area of Biotech Crops" Download
  • Karte "Biotech Crop Countries and Mega-Countries" Download

Minimierung von trans-Fettsäuren in Lebensmitteln

Berlin, Juni 2012. Die deutsche Lebensmittelwirtschaft und das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) haben Leitlinien zur Minimierung von trans-Fettsäuren (TFA) in Lebensmitteln veröffentlicht.

TFA kommen von Natur aus in Milchprodukten sowie in pflanzlichen Ölen und Fetten vor. Ein hoher Verzehr von TFA kann laut Europäischer Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) negative Effekte auf den Cholesterinspiegel haben. Die durchschnittliche TFA-Aufnahme in Deutschland liegt heute unterhalb des empfohlenen Aufnahmewertes von maximal 1 % der Nahrungsenergie. Da einzelne Bevölkerungsgruppen (Männer zwischen 14 und 34 Jahren) laut Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) aber einen erhöhten Aufnahmewert aufweisen, haben die Lebensmittelwirtschaft und das BMELV folgende Leitlininen zur Minimierung erarbeitet:

  • Übersicht über die Initiative und die einzelnen Leitlinien Download
  • Rahmen-Leitlinie Download
  • Produkt-Leitlinie Back-, Zieh- und Kremmargarinen Download
  • Produkt-Leitlinie Frittieröle und -fette Download
  • Produkt-Leitlinie Siedeöle und -fette Download
  • Produkt-Leitlinie Knabberartikel Download
  • Produkt-Leitlinie Feine Backwaren Download
  • Produkt-Leitlinie Kartoffelverarbeitungsprodukte Download
  • Produkt-Leitlinie Tiefkühl-Pizzen Download

Steigerung der Qualität von Rapsextraktionsschrot im Hinblick auf den Glucosinolatgehalt

Zusammenfassung
Der zunehmende Einsatz von Rapsextraktionsschrot als Futtermittel für Schweine und die Erschließung des Absatzmarktes bei Legehennen machen eine Sicherstellung von niedrigen Glucosinolatgehalten zwingend erforderlich. Aus den Anforderungen von Monogastern im Hinblick auf eine hohe Proteinverdaulichkeit bzw. eine hohe praecaecale Verdaulichkeit der Aminosäuren ist eine verstärkte Toastung im Ölmühlenprozess mit dem Ziel des verstärkten Glucosinolatabbaus streng abzulehnen. ...mehr...

Vor diesem Hintergrund und unter Berücksichtigung der heute bereits erreichten Fortschritte in der Pflanzenzüchtung zur Sicherstellung niedriger Glucosinolatgehalte* in modernen und ertragreichen Winterrapssorten wird derzeit sowohl in Deutschland als auch auf europäischer Ebene eine Absenkung des allgemein akzeptierten, maximalen Glucosinolatgehaltes bei Rapssaat von 25 auf 18 µmol/g (91 % TS) bei 00-Winterraps angestrebt. Damit wird eine Empfehlung des 11. Internationalen Rapskongresses vom Juli 2003 umgesetzt, die zur Si-cherung einer hohen und stabilen Qualität von Rapsextraktionsschrot und Rapskuchen im europäischen Markt wie folgt formuliert worden ist (Röbbelen und Frauen 2003):

„Es sollten folgende Höchstwerte für den Glucosinolatgehalt in Handelspartien von Rapssa-men gelten
a.    < 18 µmol/g Samen entsprechend dem gegenwärtigen Qualitätsstandard in Europa,
b.    < 15 µmol/g Samen als für Europa erwünschtes Qualitätsziel,
c.    < 12 µmol/g Samen als gegenwärtiger Qualitätsstandard in Kanada;
d.    < 8 µmol/g Samen als Qualitätsziel für die zukünftige weltweite Entwicklung.

Weitere Schritte zur Qualitätsverbesserungen bei Rapsextraktionsschrot mit dem Ziel des optimierten Einsatzes in der Nutztierfütterung werden folgen.

Download des vollständigen Hintergrundpapieres als PDF-Dokument

 

Vorträge 3-MCPD-Informationsveranstaltung

Berlin, Januar 2010 - Am 25. Januar 2010 fand in Berlin die von BLL (Bund für Lebensmittelrecht und Lebensmittelkunde e. V.) und OVID (Verband der ölsaatenverarbeitende Industrie in Deutschland e. V.) organisierte Informationsveranstaltung zu 3-MCPD- und Glycidyl-Fettsäureestern in Lebensmitteln statt.

Hier können Vorträge der Referenten heruntergeladen werden:

Dr. Rüdiger Weißhaar, CVUA: Bestimmung von Fettsäureestern von 3-MCPD und Glycidol – Überblick über die verschiedenen Methoden

Dr. Mark W. Collison, ADM: Direct determination of MCPD esters and glycidyl esters by LCMS

Dr. Jan Kuhlmann, SGS: Ein neues analytisches Verfahren zur Bestimmung von Glycidyl- und MCPD-Fettsäureestern mittels GC-MS

Dr. Karel Hrncirik, Unilever: 3-MCPD esters formation in vegetable oil refining – Current state of knowledge

Dr. Jens-Peter Krause, Dr. Frank Pudel, PPM: Quellen für die Bildung von 3-MCPD-Fettsäureestern bei der Verarbeitung von Ölpflanzen

Prof. Dr. Bertrand Matthäus, MRI: Möglichkeiten der Minimierung von 3-MCPD-Fettsäureestern und verwandten Substanzen in Pflanzenölen

Dr. Knut Franke, Dr. Ulf Strijowski, DIL: Ansätze zur nachträglichen Verringerung der Gehalt an 3-MCPD-Fettsäureestern in raffinierten Ölen

 

Für Fragen oder die Vermittlung von Experten können Sie sich gern an Maik Heunsch (Pressesprecher) wenden.


Telefon: +49 30 / 72625957
Telefax: +49 30 / 72625999
presse@ovid-verband.de

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Pressemeldungen zu den TFA-Leitlinien