Hintergrund

„Ohne Gentechnik“ im Tierfutter

Internationaler Handel, heimischer Anbau und Verfügbarkeiten von Proteinfuttermitteln

November, 2016. Gentechnisch veränderte Agrarrohstoffe werden derzeit in Deutschland nicht und in Europa kaum angebaut. Über den europäischen Tellerrand geschaut, ist dagegen ein ganz anderer Trend zu beobachten: Weltweit hat sich der Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen (GVO-Pflanzen) in den letzten 20 Jahren von 0,1 auf 12 Prozent der Ackerfläche ausgedehnt. Mit 51 Prozent nehmen Sojabohnen den größten Anteil dieser Fläche ein. Zugleich ist etwa 90 Prozent des weltweit angebauten Sojas gentechnisch verändert. Neben diesem wichtigen agrarischen Rohstoff werden ebenso Mais, Baumwolle aber auch Raps, etwa in Kanada und Australien, gentechnisch verändert angebaut. Viele dieser Pflanzen liefern hochwertige Eiweißfuttermittel.

Wenn deutsche Marktteilnehmer verstärkt Futtermittel aus nicht-gentechnisch veränderten Rohstoffen nachfragen, versuchen Produzenten hierzulande, diese Nachfrage auch zu bedienen. Doch sind Agrarrohstoffe ohne Gentechnik in entsprechender Qualität, Quantität und zu vertretbaren Preisen überhaupt verfügbar? Welche Rollen spielen dabei heimische Proteinfuttermittel? Das vorliegende OVID-Hintergrundpapier versucht Antworten auf diese komplexen Fragen zu geben und damit das Marktgeschehen rund um gentechnikfreie Futtermittel ein stückweit transparenter zu machen.

Ausdehnung der "Ohne Gentechnik"-Produktion bei Lebensmitteln

Wirtschaftliche Herausforderungen für die Futtermittelkette

November, 2016. Teile des deutschen LEH üben zunehmend Druck auf die Lebensmittelhersteller aus, die Produktion für die LEH-Eigenmarken sukzessive auf „gentechnikfrei“ umzustellen. Waren bislang vorwiegend die Bereiche Milch und Geflügel betroffen, rückt nunmehr auch der Schweinefleischbereich in den Fokus.

Dabei stellt sich die Frage, ob die Rohstoffsituation in der Futtermittelwirtschaft die gleichzeitige Umstellung verschiedener Lebensmittelbereiche überhaupt zulässt. Der Grain Club beleuchtet in seinem Hintergrundpapier zum Thema u. a. die Futtersituation für Milchvieh, erläutert die Konsequenzen einer Ausdehnung der „gentechnikfreien“ Produktion auf andere Sektoren und beschreibt die Voraussetzungen für die Aufrechterhaltung bzw. Ausdehnung des Marktsegments gentechnisch nicht veränderter Eiweißfuttermittel.

Download des Grain-Club-Hintergrundpapiers

Forschungsergebnisse ermöglichen deutliche Reduzierung von 2-MCPD-, 3-MCPD- und Glycidyl-Fettsäureestern in Lebensmitteln.

Berlin, 17. November 2015. Es ist bereits seit einigen Jahren bekannt, dass freies 3-MCPD in fett- und salzhaltigen Lebensmitteln vorkommen kann, die mit hohen Temperaturen verarbeitet werden. Seit seiner Entdeckung 2007 wurde auch eine Vorstufe von 3-MCPD in einigen raffinierten Speiseölen und weiterverarbeiteten Lebensmitteln festgestellt: 3-MCPD-Fettsäureestern (kurz: 3-MCPD-FE). Welche Risiken von diesen Stoffen ausgehen sowie einen Überblick über den Forschungsstand und die Kooperationen zur Reduzierung können Sie in dieser aktualisierten Presseinformation nachlesen.

Download des OVID-Hintergrundpapiers als PDF-Dokument
Download der BLL-Toolbox zur Minimierung
Download der BLL-Toolbox zur Minimierung (engl.)
Unterlagen des DGF-Symposiums vom 20./ 21. April 2015 in Berlin

Leitfaden zur Interpretation der Lebensmittel-Informationsverordnung (LMIV) in Bezug auf pflanzliche Öle und Fette

Zum 13. Dezember 2014 erlangt die Lebensmittelinformationsverordnung (LMIV) 1169/2011 europaweite Geltung. Das EU-Parlament stimmte nach einer Vielzahl von
Änderungen am 06.07.2011 dem ausgehandelten Kompromiss in zweiter Lesung zu.


Um das umfangreiche Regelwerk zu verstehen und richtig anzuwenden, wurde bereits eine allgemein gehaltene und nicht alle spezifischen Fragestellungen behandelnde Leitlinie vorgelegt, mit dem Titel „Fragen und Antworten zur Anwendung der Verordnung (EU) Nr. 1169/2011 betreffend die Information der Verbraucher über Lebensmittel“.

Im Hinblick auf die Kennzeichnung von Pflanzenölen und –fetten haben die Hersteller, die Bereitsteller und Anwender dieser Pflanzenöle und –fette in den vergangenen Monaten praxisnahe Lösungsansätze erarbeitet und in Form dieses Interpretationsleitfadens zusammengefasst. Die Arbeiten zielen darauf ab, eine bundesweit einheitliche Umsetzung der LMIV im Hinblick auf Pflanzenöle zu erreichen.

Leitfaden auf Deutsch
Leitfaden auf Englisch

Merkblatt über die Angabe regionaler CO2-Werte beim Handel von Rapssaaten zur Biodieselherstellung

Im Hinblick auf bevorstehende Verschärfungen der Klimaschutzanforderungen an Biokraftstoffe muss die CO2-Bilanz von Biodiesel verbessert werden. Dafür ist eine Weitergabe des CO2-Wertes für Rapssaaten vom Landwirt über den Landhandel, die Ölmühle zum Biodieselhersteller zwingend notwendig. Um dabei den bürokratischen Aufwand für die Landwirtschaft und den Landhandel möglichst gering zu halten, gibt dieses Merkblatt eine Übersicht über die notwendigen Angaben und stellt die hierfür erforderlichen Tabellen und Karten zur Verfügung.

Mit der Umsetzung dieser Empfehlungen liefern der Landwirt, der Erfassungshandel, die Ölmühle und der Biodieselhersteller einen wichtigen Beitrag für den Nachweis der Klimaschutzwirkung des aus den Rapssaaten erzeugten Biodiesels.


Merkblatt zum Download als pdf auf Deutsch

Merkblatt zum Download als pdf auf Englisch

Merkblatt zum Download als pdf auf Französisch

Merkblatt zum Download als pdf auf Polnisch
Merkblatt zum Download als pdf auf Tschechisch

Hinweis: Die Tabellen der 1. Auflage dieses Merkblattes (Stand: 28. Februar 2014) sind nicht mehr aktuell und sollten daher nicht mehr verwendet werden!

Weltweiter Anbau von biotechnologischen/GVO-Nutzpflanzen seit 1996 verhundertfacht

Pressemitteilung des Internationalen Dienstes zur Einführung biotechnologischer Anwendungen in der Landwirtschaft (ISAA)

Februar 2013. Der Internationale Dienst zur Einführung biotechnologischer Anwendungen in der Landwirtschaft, kurz ISAA, gibt bekannt, dass zum ersten Mal seit der Einführung von biotechnologischen/GVO-Nutzpflanzen vor beinahe zwei Jahrzehnten die Entwicklungsländer mehr Hektar an biotechnologischen Nutzpflanzen angebauten haben als die Industriestaaten.

  • Pressemitteilung des ISAA Download
  • Karte "Global Area of Biotech Crops" Download
  • Karte "Biotech Crop Countries and Mega-Countries" Download

Minimierung von trans-Fettsäuren in Lebensmitteln

Berlin, Juni 2012. Die deutsche Lebensmittelwirtschaft und das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) haben Leitlinien zur Minimierung von trans-Fettsäuren (TFA) in Lebensmitteln veröffentlicht.

TFA kommen von Natur aus in Milchprodukten sowie in pflanzlichen Ölen und Fetten vor. Ein hoher Verzehr von TFA kann laut Europäischer Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) negative Effekte auf den Cholesterinspiegel haben. Die durchschnittliche TFA-Aufnahme in Deutschland liegt heute unterhalb des empfohlenen Aufnahmewertes von maximal 1 % der Nahrungsenergie. Da einzelne Bevölkerungsgruppen (Männer zwischen 14 und 34 Jahren) laut Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) aber einen erhöhten Aufnahmewert aufweisen, haben die Lebensmittelwirtschaft und das BMELV folgende Leitlininen zur Minimierung erarbeitet:

  • Übersicht über die Initiative und die einzelnen Leitlinien Download
  • Rahmen-Leitlinie Download
  • Produkt-Leitlinie Back-, Zieh- und Kremmargarinen Download
  • Produkt-Leitlinie Frittieröle und -fette Download
  • Produkt-Leitlinie Siedeöle und -fette Download
  • Produkt-Leitlinie Knabberartikel Download
  • Produkt-Leitlinie Feine Backwaren Download
  • Produkt-Leitlinie Kartoffelverarbeitungsprodukte Download
  • Produkt-Leitlinie Tiefkühl-Pizzen Download

Für Fragen oder die Vermittlung von Experten können Sie sich gern an Maik Heunsch (Pressesprecher) wenden.


Telefon: +49 30 / 72625957
Telefax: +49 30 / 72625999
presse@ovid-verband.de

Hier finden Sie aktuelle Daten & Grafiken

Pressemeldungen zu den TFA-Leitlinien