Hintergrund

Steigerung der Qualität von Rapsextraktionsschrot im Hinblick auf den Glucosinolatgehalt

Zusammenfassung
Der zunehmende Einsatz von Rapsextraktionsschrot als Futtermittel für Schweine und die Erschließung des Absatzmarktes bei Legehennen machen eine Sicherstellung von niedrigen Glucosinolatgehalten zwingend erforderlich. Aus den Anforderungen von Monogastern im Hinblick auf eine hohe Proteinverdaulichkeit bzw. eine hohe praecaecale Verdaulichkeit der Aminosäuren ist eine verstärkte Toastung im Ölmühlenprozess mit dem Ziel des verstärkten Glucosinolatabbaus streng abzulehnen. ...mehr...

Vor diesem Hintergrund und unter Berücksichtigung der heute bereits erreichten Fortschritte in der Pflanzenzüchtung zur Sicherstellung niedriger Glucosinolatgehalte* in modernen und ertragreichen Winterrapssorten wird derzeit sowohl in Deutschland als auch auf europäischer Ebene eine Absenkung des allgemein akzeptierten, maximalen Glucosinolatgehaltes bei Rapssaat von 25 auf 18 µmol/g (91 % TS) bei 00-Winterraps angestrebt. Damit wird eine Empfehlung des 11. Internationalen Rapskongresses vom Juli 2003 umgesetzt, die zur Si-cherung einer hohen und stabilen Qualität von Rapsextraktionsschrot und Rapskuchen im europäischen Markt wie folgt formuliert worden ist (Röbbelen und Frauen 2003):

„Es sollten folgende Höchstwerte für den Glucosinolatgehalt in Handelspartien von Rapssa-men gelten
a.    < 18 µmol/g Samen entsprechend dem gegenwärtigen Qualitätsstandard in Europa,
b.    < 15 µmol/g Samen als für Europa erwünschtes Qualitätsziel,
c.    < 12 µmol/g Samen als gegenwärtiger Qualitätsstandard in Kanada;
d.    < 8 µmol/g Samen als Qualitätsziel für die zukünftige weltweite Entwicklung.

Weitere Schritte zur Qualitätsverbesserungen bei Rapsextraktionsschrot mit dem Ziel des optimierten Einsatzes in der Nutztierfütterung werden folgen.

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