17. November 2010 11:46 Alter: 2 Jahr/e

OVID begrüßt Ministerin Grotelüschen und US-Botschaftsrat Spencer beim Amerikanischen Abend auf der EuroTier 2010

<toggleview>Berlin/Hannover, 17. November 2010. Die Zusammenarbeit der deutschen ölsaatenverarbeitenden Industrie und der amerikanischen Sojaproduzenten hat bereits eine lange Tradition. In diesem Jahr veranstalten OVID, der Verband der ölsaatenverarbeitenden Industrie in Deutschland und die ASA, American Soybean Association – International Marketing gemeinsam mit der US-Botschaft erstmalig einen Amerikanischem Abend zu Thanksgiving. Die USA sind der wichtigste Sojaexporteur weltweit und traditionell ein wichtiger Handelspartner für die deutschen Ölmühlen. „Dieser Handel wurde allerdings in den letzten Jahren durch eine sogenannte Nulltoleranz gegenüber Spureneinträgen von gentechnisch veränderten Sorten, deren Zulassungsverfahren in der EU noch nicht abgeschlossen sind, extrem gefährdet“, sagte Wilhelm F. Thywissen, Vorsitzender von OVID vor etwa 120 geladenen Gästen aus Politik, Wirtschaft und Medien im Rahmen der EuroTier 2010. Ehrengast war unter anderem die niedersächsische Ministerin für Ernährung, Landwirtschaft, Verbraucherschutz und Landesentwicklung, Astrid Grotelüschen. ...mehr <togglearea>

Frau Astrid Grotelüschen zeigte mit Verweis auf den am Montag in Brüssel diskutierten Kommissionsentwurf zur Einführung einer technischen Lösung im Bereich der GMO Nulltoleranz wenig Verständnis dafür, eine technische Lösung nur auf Futtermittel zu beschränken. „Es muss eine einheitliche Regelung für die Bereiche Futtermittel, Nahrungsmittel und Saatgut angewendet werden können – unterschiedliche Methoden und Grenzwerte sind technisch nicht praktikabel und fachlich nicht nachvollziehbar“ erörtere die Ministerin zum Auftakt des Abends. Beide Redner sahen die Verarbeitung von importierten Ölsaaten in Deutschland bedroht. „Bei der Verarbeitung von Ölsaaten entsteht immer beides, Schrot als Futtermittel und Öl als Lebensmittel. Deshalb hätte eine technische Lösung nur für Futtermittel zur Folge, dass in Deutschland und der EU praktisch keine importierten Ölsaaten mehr verarbeitet werden können. Dies würde die Wirtschaftlichkeit einiger Ölmühlen extrem schwächen“ betonte Thywissen.
Der neue US-Botschaftsrat für Landwirtschaft, Paul Spencer, erinnerte in seiner Ansprache daran, wie verflochten die Welt geworden sei. „Zum Beispiel sind die Vereinigten Staaten nicht nur der größte Sojabohnen Exporteur, sondern wertmäβig auch der weltweit größte Importeur von Lebensmitteln. Als Ergebnis haben amerikanische Verbraucher Zugang zu den besten Lebensmitteln der Welt“, unterstrich Spencer anlässlich des Thankgsgiving auf der EuroTier 2010.
Vor der Eröffnung des Buffets erläuterte der Europarepräsentant der ASA, Herr Mark Andersen, die Geschichte des Thanksgiving und leitete damit zum gemütlichen Teil des Abends über.</togglearea></toggleview> Download der Meldung als PDF-Dokument