3-MCPD-Ester
<toggleview>Untersuchungen zu 3-MCPD-Fettsäureestern laufen auf Hochtouren
Analyse, Gefährdungsabschätzung und Minimierung gestalten sich schwierig
Das Auftreten von freiem 3–MCPD in Lebensmitteln ist seit langem bekannt. Seit einigen Monaten liegt das öffentliche Interesse bei einer gebundenen Form dieses Stoffes, den 3–MCPD–Fettsäureestern. Erstmalig wurden diese Stoffe Ende 2007 analysiert. Über das Freisetzungsverhalten von 3–MCPD aus der gebundenen Form in die gefährliche freie Form liegen derzeit keine wissenschaftlichen Untersuchungen vor. Auch die Nachweismethodik der 3–MCPD–Ester steckt noch in der Entwicklungsphase. Während zur Analyse und Freisetzung keine verlässlichen Daten vorliegen, haben die Mitgliedsfirmen von OVID bereits begonnen, Minimierungsmaßnahmen von 3–MCPD–Estern zu entwickeln und zu erproben.
3–MCPD–Ester entstehen bei der Raffination von pflanzlichen Ölen. Der Raffinationsprozess ist allerdings im Hinblick auf die verschiedenen Qualitätsparameter der Pflanzenöle über die Jahre optimiert worden, um ein organoleptisch einwandfreies Öl zu erhalten, das gleichzeitig möglichst geringe Anteile an unerwünschten Stoffen, wie Transfettsäuren oder Pflanzenschutzmittelrückstände enthält. Dadurch sind einer drastischen Änderung der Prozessbedingungen oder einem Verzicht auf den Raffinationsprozess im Hinblick auf die Erhaltung einer gewohnt hohen Qualität der Pflanzenöle enge Grenzen gesetzt.<togglearea></togglearea></toggleview>
mehr dazu unter Hintergründe
Positionspapier der europäischen Ölmühlenindustrie zur 3-MCPD-Problemaik
BMELV: 3-MCPD-Ester in fetthaltigen Lebensmitteln
BfR: Ausgewählte Fragen und Antworten zu 3-MCPD
CVUA: Hintergrundinformationen zu 3-MCPD-Estern
