Veranstaltungen

Ankündigung: Symposium MCPD- und Glycidyl-Ester

20. - 21. Juni 2017 | Rocket Tower Conference Center
Berlin | Charlottenstraße 4

 

Vom 20. - 21. Juni 2017 findet ein MCPD- und Glycidyl-Ester-Symposium in Berlin statt. Dieses wird von der Deutsche Gesellschaft für Fettwissenschaft e. V. (DGF) organisiert und vom Verband der ölsaatenverarbeitenden Industrie in Deutschland e. V (OVID) sowie dem Bund für Lebensmittelrecht und Lebensmittelkunde e. V. (BLL) unterstützt.

Nähere Informationen sowie ein Anmeldeformular finden sie hier .

Einladung zum Fachgespräch mit Frühstück

Mittwoch, 03. Mai 2017 | 09:00 - 10:00 Uhr
Hopfingerbräu im Palais (neben Brandenburger Tor)
Berlin | Eberstraße 24

 

VERKEHRSWENDE 2030 – OHNE BIOKRAFTSTOFFE  UND LANDWIRTSCHAFT?

Deutschland gilt als einer der führenden Schrittmacher der globalen Klimaschutzpolitik. Die Bundesregierung konkretisierte im Rahmen der Klimakonferenz in Marrakesch (COP22) die Erfüllung des 2-Grad-Ziels mit der Vorlage des Klimaschutzplans 2050. Um eine nahezu vollständige Dekarbonisierung im Jahr 2050 zu erreichen, muss der Verkehrssektor einen erheblichen Beitrag leisten. Heute emittiert der Verkehr rund 160 Mio. Tonnen CO2. Bis 2030 soll diese Menge um rund 42 Prozent gesenkt werden (auf 95 Mio. t CO2). 2015 wurde in Deutschland mithilfe der Treibhausgasquote ein technologie- und rohstoffoffener Wettbewerb für Klimaschutz im Straßenverkehr etabliert. Die Quote hat dazu geführt, dass die individuelle Treibhausgaseinsparung der Biokraftstoffe deutlich angestiegen ist: mit weniger Biokraftstoffmenge wird ein Maximum an Klimaschutz erreicht. Die Treibhausgasquote ist nicht nur in der EU, sondern global einmalig.

Ende November 2016 hat die EU-Kommission ihren Entwurf zur Weiterentwicklung der Erneuerbaren-Energien-Richtlinie vorgelegt – mit drastischen Folgen für die Biokraftstoffbranche, die Landwirtschaft und für die heimische Eiweißfuttermittelversorgung. Geht es nach dem Willen der EU-Kommission, sollen Biokraftstoffe aus Getreide, Raps und Zuckerrüben zukünftig praktisch keinen Beitrag mehr zum Klimaschutz im Verkehr leisten. Würde Deutschland tatsächlich auf konventionelle Biokraftstoffe verzichten, gingen jährlich rund 6,7 Millionen Tonnen CO2-Einsparungen verloren. Für die Landwirtschaft würde der Rapsanbau wirtschaftlich uninteressant, weil das Rapsöl zur Biodieselherstellung das wichtigste Element für die Erzeugerpreisbildung ist. Raps ist zugleich die bedeutendste heimische Eiweißquelle und einzige Kulturart, die als Blühpflanze flächendeckend die Getreidefruchtfolgen auflockert. Rund 3,1 Millionen Tonnen proteinreiche Futtermittel würden fehlen bzw. müssten aus Drittstaaten importiert werden.

Nur Biokraftstoffe unterliegen einer verbindlichen Nachhaltigkeitszertifizierung. Sie können bereits heute im gesamten Fahrzeugbestand eingesetzt werden und sind mittelfristig der einzige nennenswerte Beitrag zur Dekarbonisierung der Antriebsenergie im Straßenverkehr.

Vor diesem Hintergrund laden wir Sie herzlich zu einem Fachgespräch ein, um mit Ihnen folgende Fragen zu diskutieren:

  • Welche Folgen hätte die Abkehr von Biokraftstoffen für die Wertschöpfungskette von der Landwirtschaft über die Verarbeitung bis zum Biokraftstoffproduzenten?

  • Ist bei ambitionierten Klimazielen Deutschlands ein Verzicht auf Biokraftstoffe realistisch?

  • Welche Rolle haben konventionelle Biokraftstoffe ab 2020 in Deutschland bzw. in Europa?

  • Welche ordnungsrechtlichen Rahmenbedingungen müssten geschaffen bzw. weiterentwickelt werden?

Als Impulsgeber wird Professor Dr. Jürgen Zeddies (Universität Hohenheim, Institut für Landwirtschaftliche Betriebslehre) die Ergebnisse seiner Studie „Auswirkungen politischer Beschlüsse auf Biokraftstoffe und Rohstoffmärkte“ präsentieren und im Anschluss für eine gemeinsame Diskussion zur Verfügung stehen. Die Zusammenfassung der Studie finden Sie über den folgenden Link: bit.ly/Zeddies-Zusammenfassung.

Weitere Gesprächsthemen und -partner sind:

  • Stephan Arens - Union zur Förderung von Öl- und Proteinpflanzen, UFOP
  • Gerhard Brankatschk - OVID Verband der ölsaatenverarbeitenden Industrie in Deutschland
  • Elmar Baumann - Verband der Deutschen Biokraftstoffindustrie, VDB

Bitte bestätigen Sie Ihre Teilnahme bis zum 27.04.2017.

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme und verbleiben mit besten Grüßen.

Presseeinladung (PDF)

DGF-Symposium „3-MCPD & Co. – Eine Bilanz nach acht Jahren Forschung“

fand am 20. / 21. April 2015 in Berlin statt


Ziel des Symposiums war es, die Teilnehmer umfassend über den Stand des Wissens bezüglich 2- und 3-MCPD-Ester sowie Glycidylester zu informieren. Dabei wurde die gesamte Bandbreite der relevanten Aspekte von den Möglichkeiten der Analytik, über die toxikologische Bewertung der Ester bis hin zum Bildungsmechanismus, den Möglichkeiten der Minimierung und der Bildung während der Lebensmittelverarbeitung und -zubereitung von ausgewiesenen Experten präsentiert und diskutiert. Durch das Symposium erhielten die Teilnehmer die Möglichkeit, innerhalb von eineinhalb Tagen das gesamte Wissen zu 2- und 3-MCPD-Estern sowie Glycidylestern verständlich aufbereitet zu erfahren.

Das vom DGF durchgeführte Symposium richtete sich an Mitarbeiter in der Öl verarbeitenden, aber auch der weiterverarbeitenden Industrie, im Handel, in öffentlichen und privaten Laboratorien oder in Verbraucherschutzeinrichtungen, an Entscheidungsträger in Behörden, an Ernährungsberater sowie an Journalisten. Kenntnisse zu 2- und 3-MCPD-Estern und Glycidylestern sind für die Bewertung und Interpretation von Ergebnissen notwendig und umfassendes Wissen hilfreich, um qualifizierte Entscheidungen treffen zu können. Dies betrifft alle Bereiche, die mit dem Thema in Kontakt kommen gleichermaßen.

Gerhard Brankatschk, OVID, Verband der ölsaatenverarbeitenden Industrie in Deutschland
Dr. Bertrand Matthäus, Max Rubner-Institut Detmold, DGF Fachgruppe "Analytik, Qualität und Produktsicherheit"

Vorträge

Montag, 20. April 2015

  • Aktuelle Aspekte zur Toxikologie und Risikobewertung von 3-MCPD- und Glycidyl-Fettsäureester (Alfonso Lampen, Bundesinstitut für Risikobewertung, Berlin)


Dienstag, 21. April 2015

Abschlussveranstaltung 3-MCPD- und Glycidyl-Fettsäureester in Lebensmitteln

Minimierungsstrategien für 3-MCPD-Fettsäureester: Wegweisende Ergebnisse der Gemeinschaftsforschung

Berlin, 21. November 2011  11.00 bis 17.00 Uhr

Auf eine sehr hohe Resonanz stieß die Abschlussveranstaltung zu dem erfolgreich abgeschlossenen IGF-Projekt zum Thema „3-MCPD-Fettsäureester in Pflanzenölen“, zu der OVID gemeinsam mit dem Bund für Lebensmittelrecht und Lebensmittelkunde (BLL) und dem Forschungskreis der Ernährungsindustrie (FEI) am 21. November 2011 einluden. Rund 100 Vertreter aus Wirtschaft, Wissenschaft, Behörden und Ministerien kamen nach Berlin, um die Ergebnisse der umfangreichen Untersuchungen zur Bildung von 3-MCPD-Fettsäureestern und die interdisziplinär erarbeiteten Minimierungsansätze zu diskutieren.

Aufbauend auf diesen Ergebnissen ist derzeit ein Folgeprojekt der Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) in Vorbereitung, um eine Umsetzung der erarbeiteten Strategien in die großtechnische Anwendung anzustreben.

Das detaillierte Programm sowie die Pressemitteilung finden Sie hier:
Programm: Download des Programms als PDF
Pressemitteilung: Download der Pressemitteilung als PDF


VORTRÄGE DER VERANSTALTUNG

BLOCK 1 

Begrüßung Dr. VOLKER HÄUSSER (Forschungskreis der Ernährungsindustrie e. V., FEI)  Download (PDF)

3-MCPD- und Glycidyl-Fettsäureester in Lebensmitteln Einleitung in die Problematik aus Sicht des BMELV Download (PDF)
Dr. UTE GALLE-HOFFMANN (Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, BMELV)

BLOCK 2

Einblicke in den Raffinationsprozess von Pflanzenölen Download (PDF)
Dr. FRANK PUDEL (Pilot Pflanzenöltechnologie Magdeburg e. V., PPM) 

Strategien zur Minimierung von 3-MCPD-Fettsäureestern und verwandten Verbindungen in Pflanzenölen Download (PDF)
Prof. Dr. BERTRAND MATTHÄUS (Max Rubner-Institut, MRI - Bundesforschungsinstitut für Ernährung und Lebensmittel in Zusammenarbeit mit Pilot Pflanzenöltechnologie Magdeburg e. V., PPM)

Entfernung von Glycidyl-Fettsäureestern nach der Raffination Download (PDF)
Dr. KNUT FRANKE (Deutsches Institut für Lebensmitteltechnik e. V., DIL)

BLOCK 3

Analytik von 3-MCPD- und Glycidyl-Fettsäureestern - eine komplizierte Geschichte Download (PDF)
Prof. Dr. REINHARD MATISSEK (Lebensmittelchemisches Institut des Bundesverbandes der Deutschen Süßwarenindustrie e. V., LCI)

Entwicklung einer direkten Methode mittels Stabilisotopen-verdünnungsanalyse zur Bestimmung von Glycidylestern in Pflanzenölen Download (PDF)
Dr. MICHAEL GRANVOGL (Deutsche Forschungsanstalt für Lebensmittelchemie, DFA)

BLOCK 4

Minimierung der Gehalte an 3-MCPD- und Glycidyl-Fettsäureestern in Pflanzenölen Download (PDF)
FALK BRÜSE (Cargill Refined Oils Europe)

Minimierung der Gehalte an 3-MCPD- und Glycidyl-Fettsäureestern in Pflanzenfetten und -ölen Download (PDF)
Dr. NILS HINRICHSEN (ADM Research GmbH)

Minimierung der Gehalte an 3-MCPD- und Glycidyl-Fettsäureestern in Margarine Download (PDF)
MICHAEL WARBURG (Verband der Deutschen Margarineindustrie e. V.)

 

Informationsveranstaltung 3-MCPD- und Glycidyl-Fettsäureester in Lebensmitteln

Berlin, 18. Januar 2011  11.00 bis 16.00 Uhr

Um dem Problem der 3-MCPD-Fettsäureester zu begegnen, arbeiten der Bund für Lebensmittelrecht und Lebensmittelkunde e. V. (BLL) zusammen mit dem Verband der ölsaatenverarbeitenden Industrie in Deutschland e. V. (OVID) und seinen Mitgliedern kontinuierlich an Minimierungsstrategien. Über den aktuellen Sachstand haben OVID und BLL in einer Informationsveranstaltung informiert.

Das detaillierte Programm finden Sie hier zum Download.
Deutsch: Download des Programms als PDF-Dokument
English: Download of the programme as pdf file

Die Konferenz wurde Deutsch - Englisch simultan übersetzt.

VORTRÄGE DER VERANSTALTUNG

BLOCK 1 - ANALYTIK

Update on Analytical Methodology for 3-MCPD Esters and Glycidyl Esters in Oils and Fats Download (PDF)
Dr. KAREL HRNCIRIK (Unilever)

BLOCK 2 - TOXIKOLOGIE UND BIOVERFÜGBARKEIT

Resorption und Transport von 3-MCPD und seinen Fettsäureestern durch humane intestinale Caco-2-Zellen Download (PDF)
Dr. THORSTEN BUHRKE (Bundesinstitut für Risikobewertung, BfR)  

3-MCPD and Glycidol Fatty Acid Esters - The in vivo Toxicology Perspective - Bioavailability and Metabolism Download (PDF)
Dr. OTTO CREUTZENBERG (Fraunhofer Institut für Toxikologie und Experimentelle Medizin, Fraunhofer ITEM)

BLOCK 3 - BILDUNGSMECHANISMEN UND MINIMIERUNGSSTRATEGIEN

Formation of 3-MCPD Esters in Palm Oil: Effect of Partial Acylglycerols Download (PDF)
Dr. KAREL HRNCIRIK (Unilever)

Minimierung von 3-MCPD Estern und verwandten Verbindungen - Ergebnisse aus dem FEI Forschungsprojekt Download (PDF)
Dr. BERTRAND MATTHÄUS (Max Rubner-Institut Bundesforschungsinstitut für Ernährung und Lebensmittel, MRI)

Oberflächenadsorption kann 3-MCPD-bildende Substanzen in Pflanzenölen reduzieren Download (PDF)
Dr. ULF STRIJOWSKI (Deutsches Institut für Lebensmitteltechnik e. V., DIL)

 

OVID-Brief zum Thema Welternährung:
Schwarz-Weiß-Malerei und Sündenbockrhethorik