Geplante Einstufung von Soja als „High iLUC“-Rohstoff durch die EU-Kommission

Warnung vor systemischen Risiken für die europäische Proteinversorgung und die Resilienz der Lebensmittelproduktion

OVID Verband der ölsaatenverarbeitenden Industrie in Deutschland e. V. unterstützt ausdrücklich den Klimaschutz, den Schutz globaler Kohlenstoffspeicher und sensibler Naturgebiete. Wir bekennen uns zu dem Ziel, klimaschädliche Landnutzungsänderungen, die durch die Ausweitung des Sojaanbaus entstehen, zu verhindern, die Entwaldung global zu reduzieren und wertvolle Naturräume zu schützen. Unsere Mitgliedsunternehmen engagieren sich seit langem für die Transformation der Lieferketten hin zu mehr Nachhaltigkeit.

Wir warnen jedoch mit größter Dringlichkeit: Die von der EU-Kommission geplante Einstufung von Soja als Rohstoff mit hohem Risiko indirekter Landnutzungsänderungen („High iLUC“) läuft den Zielen der Bundesregierung und der EU-Wachstumsagenda diametral entgegen und sie stößt wichtige Handelspartner, besonders die Vereinigten Staaten, die Mercosur-Staaten und die Ukraine vor den Kopf.

In einer Phase, in der Deutschland und die EU gemäß des Draghi-Berichts und der Agenda von Bundeskanzler Merz “Blockaden” für Wachstum abbauen müssen, schafft dieser Entwurf künstliche Barrieren, die den Standort Europa empfindlich schwächt, ohne einen ökologischen Mehrwert zu erzielen.